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Erkältungs- und Heuschnupfenzeit - die Gefahr des Nasensprays

Eine verstopfte Nase ist belastend. Durch das eingeschränkte Atmen fühlt man sich automatisch abgeschlagen und kränklich. Wie verführerisch und leicht ist dabei der Griff zum Nasenspray? Was viele nicht wissen: Nasenspray ist eine klassische „Einstiegsdroge“ im weiteren Sinne, die zur Abhängigkeit führen kann. Mit fatalen Folgen für die Gesundheit und das Funktionieren der Atemwege. Dabei gibt es zahlreiche Alternativen, die die Atmung verbessern und damit für einen ruhigen Tag und eine angenehme Nacht sorgen.


Was verursacht eine verstopfte Nase?

viruses-3181157_640Im Grunde bedeutet eine verstopfte Nase, dass die Schleimhaut im Inneren angeschwollen ist. Dafür gibt es verschiedene Ursachen. Die Infektion mit einem Erreger kann einer der Gründe sein. Die Nase ist das erste Abwehrorgan des Immunsystems. Sie filtert die eingeatmete Luft zunächst über die Flimmerhärchen, die sich in der Nase befinden. Grobe Rückstände bleiben hier zurück. Kleine Erreger und Bakterien, die in die Atemwege gelangen, setzen sich meist direkt nachfolgend an den Schleimhäuten fest und lösen eine Immunreaktion aus. Durch das Anschwellen und die vermehrte Sekretion von Flüssigkeit sollen die ungebetenen Gäste nach außen befördert werden. Zusätzlich sorgt das Anschwellen dafür, dass keine weiteren Eindringlinge in den Körper gelangen.

Ein ähnlicher Vorgang kann stattfinden, wenn Menschen, die vornehmlich auf dem Land leben oder saubere Luft atmen, in eine Großstadt kommen. Smog, Abgase und andere Reizstoffe besiedeln die Atemwege. Bei den meisten entsteht am Abend ein Krankheitsgefühl. Die Nase schwillt zu, es können Halsschmerzen auftreten, die am nächsten Morgen, sofern die Umgebungsluft sauber war, wieder verschwunden sind.

Diese wichtige Reinigungsfunktion der Nase ist entscheidend für die allgemeine Gesundheit, wird aber nicht selten als ein lästiges Symptom wahrgenommen.


Warum Nasenspray abhängig macht

Um dies genauer greifen zu können, ist es wichtig einen Blick auf die Wirkweise des Nasensprays zu werfen. Durch abschwellende Wirkstoffe, wie Oxymetazolin, werden die Blutgefäße der angeschwollenen Nasenschleimhaut verengt. Die Durchblutung fährt zurück und die Schleimhäute schwellen ab.

Ein angenehmer Effekt, um sich auf Arbeit konzentrieren oder nachts besser schlafen zu können. Viele Produkte, die bereits für Kinder zugelassen sind, können Nutzer frei verkäuflich in der Apotheke erwerben. Durch den Zusatz von ätherischen Ölen ist die Anwendung meist angenehm und wird als erfrischend empfunden.

Handelt es sich um eine zeitweise Anwendung, die nicht über den ganzen Tag erfolgt, sondern beispielsweise zur Nacht über eine kurze Dauer, dann sind Nasentropfen und Co. gute Helfer. Wer allerdings häufiger zum Spray greift, um ganztägig frei atmen zu können, der wird sehr schnell feststellen, dann die Nase immer trockener wird und wieder anschwillt, um die Nasengänge zu befeuchten. Der Rebound-Effekt setzt ein. Die Anwendungshäufigkeit steigt und bald ist ohne das Hilfsmittel an freies Atmen nicht mehr zu denken.


Die Gefahren des Nasensprays

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Kann der Körper seiner eigentlichen Aufgabe nicht mehr nachkommen, bedeutet das, dass die Pforte „Nase“ durch die dauerhafte Verwendung von Spray, für Erreger und Partikel aller Art geöffnet ist. Die trockene Nase bietet keine Grundlage mehr für die Funktion der Flimmerhärchen und durch das Vermeiden des Anschwellens ist die einzige Barriere zu Nebenhöhlen, Luftröhre und Lunge verschwunden.

Die trockene Schleimhaut ist nun anfälliger für Risse – Nasenbluten tritt häufiger auf – was wiederum eine zusätzliche Eintrittspforte für Keime und Bakterien darstellt.

Viele unterschätzen darüber hinaus das Risiko für die Gehörgänge. Der Nasengang ist durch eine Art Belüftung mit dem Innen- und Mittelohr verbunden. Siedeln sich hier zu viele Keime an oder können ungehindert eindringen, breitet sich die Infektion auf das Ohr aus. Neben einer Mittelohrenentzündung könnte zur ernsthaften Schädigung des Innenohres und damit dem Gleichgewichtsorgan kommen.


Warum die Entwöhnung von Nasenspray so schwierig ist

Wie bei allen Suchterkrankungen auch, ist es erforderlich, dass die Betroffenen einsehen, dass sie unter einer Nasenspray-Abhängigkeit leiden. Wer stark genug ist, kann die Entwöhnung selbst versuchen. Am besten eignet sich hier der Verzicht des Sprays zunächst für ein Nasenloch. Innerhalb weniger Tage hat sich die Schleimhaut entwöhnt und arbeitet wieder normal. Dann sollte das zweite Nasenloch folgen.

Wer es nicht aus eigener Kraft schafft, kann sich durch den Hausarzt helfen lassen. Kortisonhaltige Sprays sorgen dafür, dass keine Infektion während der Regeneration auftritt und sorgt langsam für einen dauerhaft abschwellenden Effekt – hier besteht kein Risiko der Abhängigkeit. Ist die Entwöhnung geschafft, arbeitet die Nase wieder normal.

Im Anschluss erfordert es eine gewisse Selbstdisziplin das Spray nicht mehr zu nutzen. Um freier atmen zu können, gibt es Alternativen, die für die Nase schonender sind.


Alternativen zum Nasenspray

Um einen chronischen Schnupfen zu vermeiden und der Nase auf natürliche Weise zu helfen, sich zu reinigen, gibt es einige Hausmittel und Alternativen, die für ein gutes Durchatmen sorgen.

  • Inhalieren: Besonders während einer akuten Erkrankung hilft die Inhalation Wunder. Heißes Wasser versetzt mit Kamille oder bestimmten ätherischen Ölen sorgen für eine Belüftung und Befeuchtung der Nasenwege. Wer nicht unter dem Wasserdampf schwitzen möchte, kann auch ein Inhalationsgerät verwenden. Empfohlen werden Anwendung von 15 Minuten, morgens und abends.
  • Cremes/Balsam: Besonders Kinder können nachts schlecht schlafen, wenn die Nase verstopft ist. Aber einem Alter von 4-6 Jahren helfen Cremes mit ätherischen Ölen, die in kleinen Mengen auf Brust und Rücken gerieben werden. Die Dämpfe steigen zur Nase und bewirken ein natürliches Abschwellen. Zusätzlich kann hier die Zugabe von Lavendel oder Rosmarin helfen, was allgemein beruhigend auf den Körper wirkt.
  • Nasendusche: In diesem Fall wird die Nase mit einer leichten Salzlösung gespült. Sie ist in der Apotheke erhältlich oder selbst herzustellen.

Achtung: Kein Jod-Salz verwenden, um ein Brennen zu vermeiden.

Für die Dusche muss der Kopf auf die Seite gelegt werden. Die Spülung erfolgt über das obere Nasenloch. Im Idealfall läuft das eingefüllte Wasser über das andere Nasenloch oder den Mund wieder ab.

  • Meerwasser: Die mobile Alternative zur Nasendusche und zu Nasenspray. Das darin gelöste Salz wird ähnlich eines Nasensprays pulverisiert. Legt es sich auf die Schleimhäute, schwellen diese ab. Zwar wirkt diese Anwendung nicht so lang, wie beim Nasenspray, aber dafür ist sie unbedenklich.

Nasensprays sind nützliche Helfer und von Ärzten für eine erholsame Nacht empfohlen. Eine übermäßige Anwendung hingegen führt zur Störung der natürlichen Mechanismen und dauerhaft zu einer Abhängigkeit. Darum ist beim Umgang mit diesem Arzneimittel Vorsicht geboten. Allerdings gibt es viele Hausmittel und natürliche Alternativen dauerhaft für eine freie Nase zu sorgen und damit das Wohlbefinden zu steigern.

Quellen:

https://www.nasen-ratgeber.de/nasenpflege/abwehr-von-erregern/
https://praxistipps.focus.de/nasenspray-die-3-gesuendesten-alternativen
https://www.apotheken-umschau.de/nasensprays-achtung-suchtgefahr


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