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Motorradhelm Vergleich - inkl. Motorradhelm Test Ratgeber sowie einer Auswahl der besten Produkte

Motorradhelm testKopfsache: So finden Zweiradfahrer den richtigen Helm fürs Motorrad
Der Motorradhelm gehört auf jeden Kopf eines Zweiradfahrers. Das sah auch der Gesetzgeber so, als er im Jahr 1976 die Helmpflicht einführte. Zunächst galt das nur für Motorradfahrer. Zwei Jahre später folgte die gleiche Regelung in Bezug auf den Mopedhelm, und 1985 beim Fahren eines Mofas. Das zu zahlende Verwarngeld ist verhältnismäßig niedrig, dennoch fährt hierzulande kaum noch jemand ohne Kopfschutz. Die Technologie wurde in den vergangenen Jahren stetig verbessert. Zudem lassen die Gestaltungsoptionen heute kaum Wünsche offen. Egal ob normaler Motorradhelm, Klapphelm oder Jethelm: Folierungen, Printmuster und Designerlacke sorgen für den Style-Faktor auf deutschen Straßen. Wer es eher „altmodisch“ mag, der entscheidet sich für einen Modell im Retro-Stil. So beliebt der coole Kopfschutz auch sein mag: Die wichtigsten Kriterien sind nach wie vor Passgenauigkeit und Sicherheit. Wer stürzt, dem hilft das tolle Aussehen wenig, wenn das Material nicht bruchfest genug war. Beim Helmvergleich gilt es deshalb, einige wichtige Aspekte zu beachten, um mit dem Zweirad sicher unterwegs zu sein.

Yorbay Integralhelm
Farbe
blau, matt schwarz
Gewicht
1500 g
Material
ABS-Kunststoff + EPS
Größe
5 verschiedene Größen
ECE-R 22-05 Zertifizierung
Integralhelm
Belüftung
Vorderseite des Helms besitzt einen Lüftungsanlage
Extras
inkl. Aufbewahrungstasche
Preis
39,99
 
Zuletzt aktualisiert am
01.09.2019 10:01
Klapphelm von Moto Helmets® F19
Farbe
weiß, matt schwarz, glänzend schwarz
Gewicht
1550 g
Material
Thermopolymer
Größe
XS–XL (53-62cm)
ECE-R 22-05 Zertifizierung
Integralhelm
Belüftung
Easy-breathe-Belüftungssystem
Extras
enthält ein zusätzliches Sonnenvisier
Preis
85,02
 
Zuletzt aktualisiert am
01.09.2019 10:01
RALLOX 109 Klapphelm
Farbe
matt schwarz
Gewicht
1650 g
Material
Außenschale aus sehr robusten ABS Material
Größe
fünf Größen
ECE-R 22-05 Zertifizierung
Integralhelm
Belüftung
Doppelbelüftung am Kinn und Oberschale
Extras
kratzfestes helles und ein ausklappbares Sonnenvisier.
Preis
79,95
 
Zuletzt aktualisiert am
01.09.2019 10:02
Leopard Leo 838 Klapphelm
Farbe
10 Farbkombinationen
Gewicht
1625 g
Material
Hochwertiges ABS, EPS mit hoher Dichte
Größe
XS - XL (53 - 62 cm)
ECE-R 22-05 Zertifizierung
Integralhelm
Belüftung
Kinnbelüftungsöffnungen, Crown Belüftungssystem
Extras
Visier leicht abnehm- und austauschbar
Preis
69,99
 
Zuletzt aktualisiert am
01.09.2019 10:02
ABBILDUNGUnsere Arbeitsweise Transparenz für unsere Nutzer
ModellYorbay IntegralhelmKlapphelm von Moto Helmets® F19RALLOX 109 KlapphelmLeopard Leo 838 Klapphelm
Farbe
blau, matt schwarz weiß, matt schwarz, glänzend schwarz matt schwarz 10 Farbkombinationen
Gewicht
1500 g 1550 g 1650 g 1625 g
Material
ABS-Kunststoff + EPS Thermopolymer Außenschale aus sehr robusten ABS Material Hochwertiges ABS, EPS mit hoher Dichte
Größe
5 verschiedene Größen XS–XL (53-62cm) fünf Größen XS - XL (53 - 62 cm)
ECE-R 22-05 Zertifizierung
Integralhelm
Belüftung
Vorderseite des Helms besitzt einen Lüftungsanlage Easy-breathe-Belüftungssystem Doppelbelüftung am Kinn und Oberschale Kinnbelüftungsöffnungen, Crown Belüftungssystem
Extras
inkl. Aufbewahrungstasche enthält ein zusätzliches Sonnenvisier kratzfestes helles und ein ausklappbares Sonnenvisier. Visier leicht abnehm- und austauschbar
Preis

Motorradhelm Topseller

Yorbay Integralhelm

*Preise in EUR inkl. MwSt / zzgl. Service- und Versandkosten. Zwischenzeitliche Preisänderungen möglich.

Der Helm ist günstig und in zwei Farben (blau und matt schwarz) verfügbar. Frontale Lufteinlässe versorgen den Fahrer während der Fahrt im Mundbereich mit Frischluft. Eine ECE-R 22-05 Zertifizierung liegt ebenfalls vor. Es besteht die Wahl zwischen fünf unterschiedlichen Größen, sodass für jeden ein passendes Modell verfügbar sein sollte. Viele Kunden bestellen den Helm eine Nummer größer. Das Gewicht liegt knapp bei 1,5 Kilogramm.

  • geringer Preis
  • geringes Gewicht
  • gute Belüftung

Klapphelm von Moto Helmets® F19

*Preise in EUR inkl. MwSt / zzgl. Service- und Versandkosten. Zwischenzeitliche Preisänderungen möglich.

Der Helm ist in Größen XS-XL und in drei Farbkombinationen (weiß, matt schwarz und glänzend schwarz) erhältlich. Vergleichsweise hat der Klapphelm von Moto einen stolzen Preis. Dieser verfügt allerdings über ein komfortables Klappsystem, antibakterielles Innenfutter und einen kratz- und UV-fest lackierten Helm. Der Click&Secure Schnellverschluss lässt sich zudem einhändig bedienen. Der Lieferumfang enthält ein zusätzliches Sonnenvisier, das vor allem für Fahrten bei Gegenlicht und niedrig stehender Sonne von Vorteil sein kann.

  • dreifache Designauswahl
  • durable Lackierung
  • Zusatzvisier für Sonnenlicht im Lieferumfang

RALLOX 109 Klapphelm

*Preise in EUR inkl. MwSt / zzgl. Service- und Versandkosten. Zwischenzeitliche Preisänderungen möglich.

Das Produkt von Rallox ist ebenfalls eines der mittleren Preisklasse. Eine ECE-R 22-05 Zertifizierung ist vorhanden. Ausgewählt werden kann aus fünf Größen, jedoch nur einer Farbe: matt schwarz. Verbaut sind ein kratzfestes helles und ein ausklappbares Sonnenvisier. Daher eignet sich dieses Modell vor allem für Brillenträger. Sowohl am Kinnteil als auch an der Stirnseite gibt es eine Belüftung und weist ein Gewicht von ca. 1.650 Gramm.

  • gute Wahl für Brillenträger
  • Doppelvisier
  • gute Belüftung

Leopard Leo 838 Klapphelm

*Preise in EUR inkl. MwSt / zzgl. Service- und Versandkosten. Zwischenzeitliche Preisänderungen möglich.

Ganze zehn Farbkombinationen bietet der Hersteller mit dem ECE- zertifizierten LEO-Helm. Preislich beginnen die Modelle ab ca. 70 Euro. Das Visier lässt sich leicht entfernen und somit unproblematisch reinigen. Hinter diesem kann bei Bedarf eine Sonnenblende ausgeklappt werden. Das Helmmaterial besticht durch eine hohe Dichte. Bei sehr hohen Geschwindigkeiten allerdings klagen einige Kunden über laute Fahrgeräusche.

  • sehr vielfältige Farbauswahl
  • Visier leicht abnehm- und austauschbar
  • ausklappbare Sonnenblende

Motorradhelm Test und weitere Informationen

motocross helm

Ein Motorradhelm ist nicht nur seit Anfang der 80er Jahre Pflicht, sondern sollte schon aus eigenem Interesse beim Fahren eines Zweirades getragen werden. Damit der Träger jedoch lange Freude an seinem treuen Begleiter hat, ist vor dem Kauf auf einige Kriterien zu achten. Um ein passendes Modell zu finden, kann ein Motorradhelm Test ein Hilfsmittel zur Kaufentscheidung darstellen. Dabei sollte jedoch darauf geachtet werden, dass ein seriöser und objektiver Test zu Rate gezogen wird. Fachmagazine für Motorradsport oder Institutionen wie Stiftung Warentest bieten hier eine gute Anlaufstelle. Sie stellen sicher, dass eine Empfehlung erst nach einem tatsächlich stattgefundenen Test dargestellt werden. Produkte unterziehen sich hier nach bestimmten Test-Kriterien, wodurch ein anschließendes Testurteil bestimmt wird und dem Interessenten bei der Kaufentscheidung helfen kann.

Anders hingegen lassen sich leider auch vereinzelt unseriöse Mororradhelm Tests im Internet finden. Leider stellen diese meist nicht die notwendigen Kriterien für einen ausführlichen Test dar und auch die aufgelisteten Bewertungen sind intransparent und nur mangelhaft dargestellt, sodass keine wesentlichen Informationen daraus zu gewinnen sind. Empfehlenswert ist es daher, solche Portale zu meiden.

Diese Seite bietet einen Ratgeber rund um das Thema Motorradhelme und soll den Leser mit weiteren Informationen versorgen, die dieser im Zweifelsfall als Hilfe zur Kaufentscheidung nutzen kann. Ein Motorradhelm Test ist deshalb auf dieser Seite nicht zu finden.


Welche Kriterien hat ein Motorradhelm zu erfüllen?

Alle in Europa hergestellten Zweiradhelme haben die Möglichkeit, eine Zertifizierung nach einer einheitlichen Prüfnorm zu erhalten. Diese wird abgekürzt mit ECE-22 oder ECE-R-22.05 (neuste Version) und kann an der Innenseite des Kinnriemens oder im Futter in Form eines integrierten Aufnähers eingesehen werden. Dieses Prüfsiegel bestätigt, dass das betroffene Produkt bezüglich der Erfüllung mehrerer wichtiger Sicherheitskriterien geprüft wurde, u. a. Reißfestigkeit des Riemens und Formstabilität der Helmschale, sowie Dämpfungseigenschaften bei Aufprall oder Stoß. Das Zertifikat vergibt die Prüfstelle unabhängig davon, um welchen Typ Motorradhelm (Jethelm, Klapphelm etc.) es sich handelt, sofern er die geforderten Sicherheitsmerkmale aufweist.

Pflicht ist diese Prüfung zwar nicht, dennoch ist sie empfehlenswert, um bezüglich der Zulassung im Straßenverkehr auf „Nummer sicher“ zu gehen. Das Gesetz fordert von den Zweiradfahrern insoweit nur, einen geeigneten Schutzhelm zu tragen (§ 21 a StVO). Ein nicht EU-rechtlich zertifizierter Helm hat insoweit möglichst viele der Prüfkriterien zu erfüllen, um im Straßenverkehr zugelassen zu sein. Keineswegs genügen Bau-, Ski- oder Fahrradhelme. Höchst umstritten in dieser Hinsicht ist der bei Classic-Bikern beliebte Hirnschalen bzw. Halbschalenhelm (Chopper-Helm, Biker-Helm). Durch die mangelnde Abdeckung von Genick und Ohren bietet er oft keinen ausreichenden Schutz. Allerdings gibt es auch insoweit einige Modelle, die nach der ECE- Norm geprüft wurden.


Welche Helme gibt es?

Der Markt offeriert verschiedenste Helmarten. Grundsätzlich sind hier zwar der Fantasie keine Grenzen gesetzt. So lässt sich zum Beispiel - in der Theorie - auch ein Cross-Helm auch auf einem langsamen Mofa im Stadtverkehr aufsetzen. Je nachdem wo und mit welchem Motorrad der Fahrer unterwegs ist, gibt es aber mehr oder weniger geeignete bzw. beliebte Helmarten. Marken können dabei wie Sand am Meer gefunden werden. Bekannt sind unter anderem Shoei Helme, Shark Helme oder solche von Airoh.


Der bei hohen Geschwindigkeiten sicherste Motorradhelm: Integral- bzw. Klapphelm

Am meisten Schutz bei hohen Geschwindigkeiten verspricht der Integralhelm. Er verfügt über eine aerodynamische Form, umschließt den kompletten Kopf inklusive Ohren und Kinn und hat ein meist herunterklappbares Visier. Letzteres schützt vor herumfliegenden Partikeln, Regen oder kleinen Tierchen, die der Fahrtwind ins Gesicht schleudert. Einige Hersteller bieten auch verdunkelte Visiere an, die als Sonnenschutz fungieren. Der Integralhelm ist nicht windanfällig und meist sehr leicht. Deshalb eignet er sich auch für Rennmaschinenfahrer und für hohe Geschwindigkeiten. Um ohne Hindernisse an das eigene Kinn, die Ohren oder Augen (Vorsicht Brillenträger!) zu gelangen, ist ein Absetzen des gesamten Helmes fast immer Pflicht. Deshalb gibt es noch die flexiblere Form: den Klapphelm. Der Kinnschutz wird über ein verstellbares System am Rest des Helmes befestigt und kann daher bei Bedarf hochgeklappt werden. Die Konstruktion weist im Vergleich zu den reinen Integralhelmen ein Zusatzgewicht auf.

Schutz bei Offroadfahrten: der Cross- bzw. Endurohelm

Auf den Motocrossstrecken, im Wald oder auf der Wiese gibt es nicht wirklich jemanden, der einen Integralhelm trägt. Der Motorradhelm für Cross- oder Endurofahrer verfügt über einen sehr massiven Kinnschutz, der den Fahrer vor herumliegenden Steinen und Dreckklumpen schützt. Außerdem ist ein Schutzschild im Oberkopfbereich befestigt, das beim Enduro-Helm meist etwas kürzer ausfällt, als bei der Cross-Variante. Ein Visier haben die Helme nicht. Die Augen schützen Crossfahrer in der Regel durch eine zum Helm passende Brille. Die Belüftung innerhalb dieses Modells ist dadurch meist etwas besser; eine Brille beschlägt nicht so schnell wie ein Visier.

„Oldfashioned“ auf dem Motorrad: der Jethelm bzw. Retro-Helm

Die Helme erinnern an einen Vespafahrer in engen italienischen Pflastersteingassen oder an den Stil der 60er. Der Kinnbereich bei so einem Retro- bzw. Rollerhelm ist komplett offen. Zum Schutz der Augen tragen Fahrer meist eine Brille oder der Helm verfügt über eine Sonnenblende. Die schrägsten Farben- und Designs sind bei den Modellen zu finden. Durch den nicht vorhandenen Kinnschutz bietet der Jet-Helm einen geringeren Schutz, wie zum Beispiel bei den beiden zuvor genannten Varianten. Offroadfahrten und hohe Geschwindigkeiten gilt es deshalb mit diesem Modell zu vermeiden. Vor allem eignet sich der Helm für Roller-, oder Mofafahrer, die sich nur langsam durch den Stadtverkehr bewegen.

Sieht böse aus: der Streetfighter-Helm

Die meist mit einem finsteren und bösen Blick versehenen, dunkelfarbenen Helme sprechen eine spezielle Zielgruppe (Outlaws oder solche, die es sein wollen) an. Die Visiere sind meist komplett abgedunkelt, sodass die Augen des Fahrers nicht sichtbar sind. Im Vergleich zu üblichen Integralhelmen fällt das Visier vergleichsweise schmal aus. Das Sichtfeld ist deshalb um einiges kleiner und eingeschränkter. Experten haben deshalb nach wie vor Sicherheitsbedenken. Trotzdem halten sich die Streetfighter-Helme in ihrer klassischen Form seit über 30 Jahren auf dem Markt. Einige Modelle haben aufgrund des kleinen Visiers Schwierigkeiten, die ECE-Norm zu erfüllen. Als ein klassischer Vertreter dieser Sparte kann z. B. der Bandit- Helm, der Caberg Helm Ghost oder der Shark Motorradhelm Vencore II gesehen werden.

Sicherheit an erster Stelle: der richtige Motorradhelm für Kinder

Dass das Aussehen des Helmes eher ein Nebenkriterium sein sollte, gilt umso mehr bei Kindern. Ein Kinder-Motorradhelm ist bestenfalls immer ein Integralhelm, der nach der EU Norm ECE-R-22 geprüft wurde. Eltern haben sicherzustellen, dass ein jenes Produkt auf dem Kopf ihrer Sprösslinge richtig sitzt.


Welches ist das sicherste Material?

Hersteller verwenden unterschiedlichste Stoffe. Je hochwertiger und langlebiger sie sind, desto tiefer greifen Käufer in die Tasche. Gängig sind folgende Zusammensetzungen:

Polycarbonat und Polyamid
Diese Materialien sind solide, weisen aber eine vergleichsweise geringe Lebensdauer von unter fünf Jahren auf. Lackierbar sind derartige Produkte nicht. Wer sich einmal für eine Farbe entschieden hat, behält sie auch. Das Material weist jedoch eine hohe Sicherheit und Stabilität auf. Bei geringeren Geschwindigkeiten oder nur Gelegenheitsfahrten ist ein Helm aus diesen Stoffen ausreichend.

Kohlefaser oder Glasfaser
Teurer wird es bei einem Helm aus Verbundstoffen, z. B. ein Carbon-Helm. Dieser besteht aus Kunststoff, der mit Kohlenstofffasern durchzogen ist. Dadurch erreicht ein solches Produkt eine sehr hohe Stabilität. Gleichzeitig bleibt es aber eines der leichtesten Materialien. Der Vorteil: Belastung der Halswirbelsäule im Falle eines Sturzes oder Aufpralls ist um einiges geringer als bei normalen Kunststoffvarianten. Auch weist es darüber hinaus eine bedeutendere Langlebigkeit auf. Die längste Lebensdauer unter den Helmstoffen weisen die glasfaserverstärkten Kunststoffvarianten (GFK) und Steinfiber auf. Sie liegt zum Teil weit über zehn Jahren.


Vor der Anprobe: Bestimmung der eigenen Helmgröße

Dieser Schritt ist essentiell, bevor die Entscheidung fällt, einen Motorradhelm zu kaufen. Das teuerste Material kann in puncto Sicherheit überhaupt nichts Wert sein, wenn der Helm auf dem Kopf des Fahrers nicht richtig passt. Die Helmgrößen variieren zwischen den Herstellern und Marken.

Als Erstes gilt es daher, den eigenen Kopfumfang zu messen. Diesen verrät ein Maßband, das über die Stirn, hinter die Ohren und am Hinterkopf zusammengeführt wird. Höchstwahrscheinlich ergibt dies bei richtiger Messung einen Wert zwischen 50 und 65 cm. Einige Marken verwenden als Größenangaben exakt diese Umfangsabmessungen. Hat also ein Helm die Größe 50/51, bedeutet das, dass er auf einen Kopf mit 50-51 Zentimetern Kopfumfang passt. Ob es sich dabei um einen Motorradhelm für Damen oder einen Motorradhelm für Herren handelt, spielt bei der Größenbestimmung keine Rolle. Sie ist nicht geschlechtsspezifisch. Für besonders große Köpfe weist das Angebot jedoch nur eine geringe Auswahl auf. Spezielle Marken, wie z. B. HJC-Helme sind auf solche Übergrößen (bis 68 cm Umfang) spezialisiert. Hersteller, die auf den Produkten Größen von XXS bis XXXL angeben, führen in der Regel eine Größentabelle.

Während der Anprobe: Passt der Helm wirklich?

Die Bestimmung mit dem Maßband ist nicht immer einhundertprozentig verlässlich. Bei einem Motorradhelm für Frauen kommt es beispielsweise oft vor, dass dieses zu locker oder beim Tragen einer Frisur angelegt war. Das macht unter Umständen einen Unterschied zwischen 2-3 cm aus. Um festzustellen, ob der Helm tatsächlich passt, wird eine Probetragen unerlässlich. Es lohnt sich auch ein Blick darauf zu werfen, wie viele Schalengrößen eines Helms der Hersteller produziert. Normalerweise liegt die Zahl zwischen zwei und drei. Die individuelle Anpassung an die eigene Kopfgröße wird durch die Dicke des Schaumstoffs bzw. Innenfutters erzielt. Bei zu dicker Polsterung kann es passieren, dass der Schaumstoff nach kurzer Zeit nachgibt und der Helm dann zu groß wird.

Ein Helm passt, wenn folgende Voraussetzungen erfüllt sind:
  • Er sitzt fest am Kopf und darf bei Kopfdrehung nicht hin und her wackeln.
  • Der Kinnriemen reibt nicht am Kehlkopf. Der Verschluss drückt nicht am Unterkiefer.
  • Zwischen Stirn und Helm passen nicht mehr als zwei Finger.
  • Der Helm lässt sich verschlossen nicht vom Kopf herunterziehen.
  • Das Polster liegt überall am Kopf an, drückt aber nicht punktuell.
  • Beim Drehen des Helmes mit den Händen verschiebt sich die Haut an der Stirn mit.

Vor- und Nachteile bei Onlinebestellung

Ob Motorradfahrer den Helm online oder im Geschäft kaufen, hängt von den eigenen Vorlieben ab. Dennoch gibt es einige Vor- und Nachteile, die es zu beachten gilt. Online haben potenzielle Käufer oft eine weitaus größere Auswahl, als beim Fachhändler vor Ort. Zudem sind die Modelle im Regelfall günstiger zu erwerben. Fachkundige Beratung und die sofortige Möglichkeit der Anprobe gibt es allerdings nur im Geschäft. Die Händler stimmen oftmals sogar einer Probefahrt mit dem Helm zu.

Wer online bestellt, lässt sich am besten mehrere Modelle nach Hause liefern, um einen möglichst umfassenden Passformvergleich zu haben. Das Problem: In diesem Fall haben die Käufer erst einmal in Vorleistung zu gehen, da die Händler meist nur gegen Bezahlung liefern. Das Zurücksenden der Helme könnte außerdem Folgekosten verursachen. Zudem sind Farbabweichungen zum Produkt-Bild im Internet möglich. Eine beliebte Variante ist daher, die Helme beim Fachhändler aufzuprobieren und dann online günstiger zu kaufen. Davon sind die Ladenbesitzer natürlich nicht begeistert. Außerdem gibt es keine Garantie dafür, dass der Wunschhelm vom Online-Händler auch tatsächlich geliefert werden kann. Hingegen sind Vor-Ort-Käufer in der Lage, mit den Geschäften Individualrabatte auszuhandeln.


Weitere wichtige Tipps fürs Helm-Kaufen

integralhelmNeben den bereits genannten Kriterien gibt es noch weitere, die die Spreu vom Weizen trennen. Diese sind jedoch gegenüber der richtigen Passform subsidiär. Deshalb dienen die folgenden Aspekte dazu, um sich zwischen mehreren bereits anprobierten Helmen zu entscheiden:

Abnehmbarkeit des Visiers

Durch das beste und kratzfesteste Glas sieht ein Fahrer nichts, wenn es verschmutzt ist. Visiere sind regelmäßig innen und außen zu reinigen. Für eine solche Reinigung wird meist ein spezielles Werkzeug benötigt, welche bei den meisten Herstellern in der Lieferung inkludiert sind. Minischraubenzieher und kleine Sechskantschlüssel verschwinden jedoch oft. Eine hohe Benutzerfreundlichkeit weisen daher Visiere auf, die mittels eines einfachen Haushaltsschraubenziehers abmontiert werden können.

Waschbares Innenfutter

Gute Helme verfügen über abnehmbares Innenfutter. Deshalb ist vor dem Erwerb zu prüfen, ob dieses mithilfe von Druckknöpfen oder anderweitig flexibel befestigt wurde.

Reparatur/Ersatzteile – im Service enthalten?

Es gibt auch bei den besten Helmen Dinge, die nach Erfahrungswerten schnell kaputt gehen. Einige Hersteller bieten hier die Mitlieferung von Ersatzteilen oder sogar einen kostenlosen Reparaturservice, wenn der Helm beispielsweise innerhalb eines Jahres beschädigt wird.

Extras

Sinnvolle im Lieferumfang enthaltene Extras beeinflussen die Langlebigkeit des Helms. Dazu zählt zum Beispiel ein Visierschutz. Liegt der Helm längere Zeit im Schrank, verhindert dieser das Zerkratzen des Visiers. Wechselvisiere sind isoliert oft sehr teuer (teilweise über 150 Euro). Deshalb kann es von Vorteil sein, wenn bereits ein solches im Preis inbegriffen ist. Integriertes Bluetooth schafft eine Kommunikation mit dem Sozius. Eine GoPro-Befestigung kann eine schöne Spielerei sein, um die Fahrt zu filmen. Sie beeinträchtigt möglicherweise aber die Schutzfunktion des Helmes.

Helmstyle- und Farbe

Über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten. So wählen einige Damen gerne einen Motorradhelm in Pink, während das wirklich böse Outfit natürlich nur einen Motorradhelm in schwarz erlaubt. Selbst nach Erwerb sind der Gestaltungsfreiheit kaum Grenzen gesetzt. So kann ohne Probleme der ein oder andere Motorradhelm foliert werden. Einige Zeit war es auch Trend, den Motorradhelm mittels Aufkleber in hoher Zahl zu verschönern. Bei aller Liebe fürs Detail gilt jedoch: Ein auffälliger Helm in grellen Farben erhöht die Sichtbarkeit im Straßenverkehr und aus Sicherheitsgründen daher die bessere Wahl.


Fazit: Sicherheit ist nicht alles, aber ohne Sicherheit ist alles nichts.

Die Euphorie, schnell das eigene Motorrad zu besitzen bzw. die Fahrschule zu absolvieren, ist nachvollziehbar. Dennoch kann es für Zweiradfahrern empfehlenswert sein, sich für den Sturzhelm-Kauf genügend Zeit zu lassen. Das gilt bei einem Helm für Roller genauso wie für einen Motorrad-Klapphelm. Sicherheit sollte das A und O sein, damit lange Spaß am Fahren gewährt ist. Die Art des Helms sollte sich immer nach dem eigenen Fahrverhalten richten. Ein Retro-Motorradhelm oder ein Motorradhelm für Chopper eignet sich weder für Rennmaschinen, noch im Offroadbereich oder bei hohen Geschwindigkeiten. Eine unpassende Größe macht das Fahren unkomfortabel und darüber hinaus gefährlich. Unpassende Köpfe gibt es nicht. Selbst Übergrößen finden z. B. mit einem Motorradhelm von HJC ein passendes Modell.